Die "Eisgeschichte Hannovers"


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Hannoversche Eiswerke
Ansichtskarte mit einem Eiswagen der Hannoverschen Eiswerke vermutlich 1927
Die Uhr am Gebäude zeigt 15.17 Uhr an, die Uhr auf dem Platz 16.15 Uhr
Eiswagen Hannoversche Eiswerke Vergrößerung aus der Ansichtskarte mit dem Eiswagen Nr. 41 der Hannoverschen Eiswerke

Grosse Aegidienstraße
Die Straße am Wagen gibt einen anderen Standort, als die Literatur.
Grosse Aegidienstrasse 33

Unter dieser Adresse führten die Norddeutschen Eiswerke, denen die Homepage eigentlich gewidmet ist,
ihre Aussenstelle in Hannover.

In einem Forum findet sich der Hinweis:
"Große Aegidienstraße
OT: Mitte
um 1750 bei der Anlage der Aegidienneustadt entstanden und "Aegidienstraße" benannt;
seit 1845: Große Aegidienstraße
1952 aufgehoben; Südteil seit 1952 Teil der Heinrich-Kümmel-Straße + Teil der Osterstrasse"

Die Grosse Aegidienstrasse wurde im zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört.
Wo sich der Platz befindet, auf dem der Wagen zu sehen, weiß ich nicht.
Vielleicht gibt ja mal jemand einen Hinweis.
Sollte das Gebäude auf der Ansichtskarte noch vorhanden sein, steht es bestimmt unter Denkmalschutz.

Auf der Suche zur Geschichte der Norddeutschen Eiswerke stießen wir in der Literatur auf Aussenstellen der Norddeutschen Eiswerke in Hannover


Folgende Informationen entnahmen wir dem Buch von

Ludwig Hoerner "Agenten, Bader und Copisten" Hannoversches Gewerbe ABC 1800 - 1900; Reichhold Verlag Hannover; 1995


Die Natureisgewinnung erfolgte in Hannover auf den von der Leine überschwemmten Maschwiesen.

Eis ernten ließen Brauereinen und die Konditorei Robby, die auch über Eiskeller zum Einlagern des Eises verfügte.
Einen solchen Eiskeller weißt bereits ein Stadtplan von 1822 aus. Im Hannoverschen Adressbuch wird der erste Eiskeller 1867 in der Alten Döhrener Straße 20 erwähnt, der ebend jener Konditorei Robby
zuzuordnen ist.

Das Hannoversche Eishaus, eine eingetragene Genossenschaft, lagerte laut Adressbuch von 1878 als erstes Eis zum Handel und Vertrieb ein.
Da diese Firma im nächsten Jahr unter der Adresse Alten Döhrener Straße 20 residiert, wird vermutet, das es sich um ein Unternehmen der Robbyschen Eiskeller handelt.
Adolph Jorns, der Besitzer eines Kupferwalzwerkes aus der Schulzenstraße ließ 1879 ein weiteres Eishaus in der Alten Döhrener Straße 14 errichten. Von 1881 bis 1887 wurde dieses Eishaus von dem Kaufmann H. Timmann geführt und dann vermutlich an die Norddeutschen Eiswerke verkauft die inzwischen auch die Eiskeller der Konditorei Robby nutzten.



Eine weitere Genossenschaft findet sich im Adressbuch des Jahres 1887 in der Alten Döhrener Straße 13, später mit einem Büro in der Innenstadt und 1893 mit einer Verkaufsstelle in der Marktstr. 61.

Das die Norddeutschen Eiswerke ab 1899 über eine Eisfabrik und ein Kühlhaus verfügten, wissen wir ja schon.


Kein Abriss der Eisfabrik, Kein Abriss der Kühlhäuser!!!!


E-Mail

eisfabrik@berlin-eisfabrik.de

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